Chronik
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Wappen der Ortschaften Amelith, Nienover und Polier.

Zur Gründungszeit bestand noch eine Gemeinde Nienover. Sie bestand aus den heutigen Ortschaften Polier, Nienover und Amelith.
Am 01. April 1934 wurde die freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen. Die Freude über eine freiwillige Feuerwehr dauerte jedoch nur rund 5 Jahre,
da die meisten Männer zumKriegs- oder Arbeitsdienst eingezogen wurden und die notwendige Mindeststärke somit unterschritten wurde.

Daher wurde am 01. September 1939 die Pflichtfeuerwehr eingeführt. Sie bestand hauptsächlich aus Frauen, Kindern und älteren Männern.
Am 21. Juli 1951 wurde die Wiedergründung der freiwilligen Feuerwehr Nienover auf einer Gemeindeversammlung beschlossen.

Von der Pflichtfeuerwehr konntenu.a. 2 Feuerwehrröcke und 4 Helme übernommen werden. Da diese Ausrüstung nicht ausreichend war,
wurde 1952 der Gemeindeeigene Wald auf dem Sandgrubengelände von den Feuerwehrkameraden durchforstet und von dem Erlös weitere Ausrüstungsgegenstände gekauft.

1953 konnte eine Tragkraftspritze, Baujahr 1941, von der Firma Zitzke und Mascher in Bodenfelde zum Preis von 2000,- DM gekauft werden.
Nach einigen Übungs- und drei Brandeinsätzen in den Jahren 1964 und 1965, quittierte die Tragkraftspritze während einer Alarmübung
1967 den Dienst. In der Dienstversammlung 1968 wurde der Wehr von der Gemeinde eine neue Tragkraftspitze zur Verfügung gestellt.
Im Laufe des Jahres kam es verstärkt zu Brandeinsätzen, die vermutlich das Werk eines „Feuerteufels“ waren.
 

Wettkampfgruppe 1968

Unter anderem brannte auch der Gemeindeschuppen und mit ihm die alte Handdruckspritze, die hier untergestellt war.
Leider wurde diese Handdruckspritze hierbei völlig zerstört. 1971 wurde erneut Holz eingeschlagen und verkauft um Einsatzgeräte zu kaufen.

Aufgrund der Verwaltungs- und Gebietsreform 1974 schlossen sich die Gemeinden Bodenfelde, Wahmbeck und Nienover zu
der Gemeinde Bodenfelde zusammen und die bisherigen Gemeindebrandmeister wurden zum Ortsbrandmeister, somit war
die Ortswehr Nienover entstanden.

Am 17. Oktober 1975 wurde der Wehr ein Feuerwehrfahrzeug der Marke Ford von der Gemeinde übergeben. 1978/ 79 wurde von der Feuerwehr
und dem TTC Amelith in Eigenleistung die „alte Schule“ umgebaut, so dass hier ein neues Gerätehaus entstand indem auch das neue
Auto untergebracht werden konnte.

Nachdem in den vergangenen Jahren vermehrt an Pokalwettbewerben teilgenommen wurde, haben 1989 die ersten Feuerwehrpokalwettbewerbe
in Amelith stattgefunden. Diese Wettbewerbe wurden erneut 1991 und seit dem alle 3 Jahre veranstaltet. Hieran haben bis heute immer
mindestens 20 Wehren teilgenommen und die Wettbewerbe waren immer ein voller Erfolg. Vom 03.- 05. Juni 1994 wurde das 60 jährige Jubiläum mit dem ersten Zeltfest in Amelith gebührend gefeiert.

Am 14. Dezember 1996 wurde der Wehr ein neues Feuerwehrgerätehaus übergeben, da das alte nicht mehr der Norm entsprach. Außerdem wurde bei
diesem Anlaß eine neue Tragkraftspritze TS8/ 8 übergeben.

Nachdem bisher Hochwasser kein Problem innerhalb der Ortschaften der Ortswehr war, es war immer nur eine Unterstützung in Bodenfelde oder Wahmbeck erforderlich, kam es 1998 zum ersten Hochwassereinsatz in Amelith. Durch Dauerregen war ein Keller voll gelaufen und musste
ausgepumpt werden.

Nach langen Verhandlungen wurde der Wehr am 15. Dezember 2001 ein neues TSF-W, mit 600l Tankinhalt, übergeben.

Am 10. April 2008 kam es zu einem besonderen Brandeinsatz. Einige Kameraden bemerkten eine starke Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus
und eilten zum Gerätehaus. Über Funk wurde dies der FTZ gemeldet und diese gebeten Sirenenalarm in Amelith auszulösen.
Laut FTZ waren bereits alle Feuerwehren alarmiert. Fast gleichzeitig mit dieser Meldung fuhren bereits die ersten Feuerwehrfahrzeuge
die Lange Straße hinauf zum Einsatzort. Später stellte sich heraus, daß durch die FTZ die Ortswehren Uslar, Kammerborn, Schönhagen
und Bodenfelde alarmiert wurden, nicht aber Nienover/ Amelith.

Bei einem Brandeinsatz in 2009 bei einem Brand des Cafe's der Drogentherapieeinrichtung „Neues Land“, wurde dieser Fehler durch die FTZ zum Glück nicht wiederholt. Hier hat sich erstmals das neue Fahrzeug mit Wassertank und Schnellangriffseinrichtung bewährt.Obwohl zunächst nur zwei Kameraden im Einsatz waren, konnte mit Hilfe einiger Anwohner das Ausbreiten des Feuers verhindert werden und nach Eintreffen der
Nachbarwehren erfolgreich bekämpft werden.

 

Die Gemeinde Nienover besteht aus den Ortschaften Amelith, Nienover und Polier. Das Feuerwehrgerätehaus dieser Ortschaften
befindet sich in Amelith, Schulstraße.


 
Die Freiwillige Feuerwehr besteht im Jahr 2010 aus:

30 Aktive Mitglieder
13 Passive Mitglieder
58 Fördernde Mitglieder

 

 

     

Seit dem 01. Januar 2010 zählen die Ortschaften Amelith 299, Nienover 65 und Polier 103 Einwohner.